Gert Kowarowsky, Psychologischer Psychotherapeut, Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung

Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung

Kernmerkmal: Schüchternheit und fehlende soziale Kompetenz. Zeigt Zurückhaltung in intimen Beziehungen aus Angst vor Kritik, Nichtzustimmung oder Zurückweisung.


Typische Grundüberzeugungen (nach Beck 1999):

  1. Ich bin bei der Arbeit oder bei sozialen Anlässen sozial inkompetent und unerwünscht. 
  2. Andere Menschen können kritisch, gleichgültig, erniedrigend oder ablehnend sein.
  3. Ich ertrage keine unangenehmen Gefühle.
  4. Falls Menschen mir näherkommen, werden sie mein "wahres Ich" entdecken und mich ablehnen.
  5. Es wäre unerträglich, als minderwertig und unzulänglich bloßgestellt zu werden.
  6. Ich sollte unangenehme Situationen um jeden Preis vermeiden.
  7. Falls ich unangenehme Gedanken oder Gefühle habe, sollte ich versuchen, sie auszulöschen oder mich abzulenken – zum Beispiel indem ich an etwas anderes denke, Alkohol trinke, Drogen nehme oder fernsehe.
  8. Ich sollte Situationen, in denen ich Aufmerksamkeit errege, aus dem Weg gehen oder möglichst unauffällig sein.
  9. Die unangenehmen Gefühle werden zunehmen und ausser Kontrolle geraten.
  10. Wenn andere mich kritisieren, müssen sie Recht haben.
  11. Es ist besser, gar nichts zu tun, als irgend etwas zu versuchen, das fehlschlagen könnte.
  12. Wenn ich nicht an ein Problem denke, muß ich diesbezüglich gar nichts unternehmen.
  13. Jegliche Anzeichen von Spannungen in einer Beziehung deuten darauf hin, dass sich die Beziehung verschlechtert. Daher sollte ich so etwas unterbinden.
  14. Wenn ich ein Problem ignoriere, ist es nicht mehr vorhanden.